Und ein Weingut ist kein Ponyhof
Zeigt ein gereifter, eher schwerer Rotwein deutliche animalische Noten, die an dampfendes Pferd nach dem Ausritt erinnern inklusive dem durchgerittenen Sattel, nassem Hund und Erdnoten, gehen die Meinungen auseinander. Was in leichter, nurmehr angedeuteter Form auch als Qualitätsmerkmal gesehen werden kann, ist mit einem Hauch mehr zu viel des Guten. Hinter dieser unangenehmen Duft-note kann sich ein echter Weinfehler verbergen: Brettanomyces, kurz «Brett» genannt. Verursacher dieser Fehltöne sind Hefen, die in schwacher Konzentration zu tolerieren sind («Ein bisschen Brett ist nett»), aber bei höherer Konzentration mit einem unangenehmen Geruch und Geschmack den Weingenuss verleiden. Ein Schwefeln der Fässer vor der Füllung hemmt das Wachstum der Übeltäter, die sich sonst in der Flasche in den Vordergrund drängen und den Genuss eines gereiften Weines unmöglich machen.
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